Gewerkschaft der Landesbediensteten


Präsident


Liebe Eingeschriebene!

Die Nachfolge von Frau Brasolin antreten ist sicherlich nicht einfach. Der Vorstand der Gewerkschaft der Landesbediensteten GS hat mich zum neuen Vorsitzenden gewählt und mir damit eine große Verantwortung übertragen.

Die Gewerkschaft GS hat die größte Repräsentativität (34,1%) im Bereich Land (13.000 Bedienstete). In den bereichsübergreifenden

Vertragsverhandlungen (30.000 Bedienstete) des Gewerkschaftsbundes SAG, bei dem die GS Mitglied ist, ist sie mit 18,8% fast auf der gleichen Ebene mit der CGIL (19,9%), der SGB/CISL (23,6%) und liegt nur wenig unter dem ASGB (25,6%).

Ich bin der Gewerkschaft GS im Jahr 2000 beigetreten. Sie hat mir ob ihrer Tatkraft und ihrer Interethnizität gefallen und deshalb, weil sei am besten ihre Autonomie gegenüber allen anderen Subjekten, seien es politische wie gewerkschaftliche, vertritt.

Nach nunmehr einigen Jahren Erfahrung als Gewerkschaftsfunktionär bin ich bereit, diesen neuen Weg zu gehen. Es wird viele Schwierigkeiten geben. Nächstens wird das Thema Finanzkrise von der Gegenpartei
sicherlich verwendet, um die rechtmäßigen Ansprüche der Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst nicht zu unterstützen, die wesentlich zum Wachstum der örtlichen Wirtschaft in den Bereichen Landwirtschaft, Fremdenverkehr und Industrie beigetragen haben. Unsere Forderungen auf Gehaltserhöhungen, die zumindest in einem minimalen Teil dem Wachstum des örtlichen BIP angepasst würden, sind bis heute erfolglos geblieben. Aus der Sicht des Gehaltes her hat dieser wichtige Beitrag keine besondere Anerkennung gefunden und die Bediensteten haben in den letzten 15 Jahren nur die Anpassung an die Inflation bekommen, die aber nicht jene ist, wie sie wirklich gespürt wurde. Auf politischer Ebene stellen wir eine ständigen Nichtbeachtung des öffentlichen Dienstes fest, in der irrigen Überzeugung, dies würde Stimmen seitens der starken und organisierten Wirtschaftskategorien einbringen.

Der Fokus ist meines Erachtens in den nächsten Monaten und während der nächsten Verhandlungen auf all jene Kategorien zu richten, die bisher keine Möglichkeit einer beruflichen Entwicklung hatten und keine zusätzlichen Lohnelemente erhalten haben.

In organisatorischer Hinsicht sollten wir, örtlich gesehen, auf mehr Anwesenheit unserer Gewerkschaftsorganisation und des Gewerkschaftsbundes SAG, zielen.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft GS

Gianluca Moggio


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