Gewerkschaft der Landesbediensteten


Mitteilung zum aufgerufenen Streik vom 19.12.2011

(17.12.11)


 

Liebe Mitglieder,

für den nächsten Montag ist für einen ganzen Arbeitstag ein Generalstreik im öffentlichen Dienst ausgerufen worden. Dieser Streik ist die natürliche Fortführung des vorhergehenden Streiks im privaten Bereich vom letzten Montag. Im öffentlichen Dienst konnte letzten Montag nicht gestreikt werden aufgrund der Fristen, die für die Vorankündigung der unerlässlich zu gewährleistenden Dienste einzuhalten sind.

Wer letzten Montag gestreikt hat, hat dies für ein paar Stunden getan und um der Regierung Monti ein Zeichen zu geben, damit das Maßnahmenpaket im Sinne von mehr Gerechtigkeit geändert werde. Der öffentliche Dienst hat diese Initiative unterstützt, indem für die öffentlich Bediensteten eine für alle offene Versammlung organisiert wurde, bei der sie mit den privat Angestellten zusammengetroffen sind, die gestreikt haben.

Unsere Gewerkschaft hat entschieden, sich am kommenden Montag nicht am Streik zu beteiligen. Welchen Sinn hätte es, für ein bereits genehmigtes Maßnahmenpaket zu streiken, wenn ein paar Stunden gestreikt wurde, um ein Zeichen zu setzen? Wieso muss der öffentliche Dienst einen ganzen Arbeitstag streiken?

Es ist vor allem zu bedenken, dass die derzeitige Notlage die Notwendigkeit einer Reform des Systems aufzeigt. Sicherlich hätte es die Regierung Monti noch besser machen können. Wir müssen jedoch bedenken, dass das Schiff unterzugehen droht und das Leck, das sich aufgetan hat, geschlossen werden muss. Ein paar kleine Zeichen hat die Regierung in Richtung mehr Ausgewogenheit schon gesetzt (Berücksichtigung der niederen Renten, 500,00 Euro Freibetrag für jedes Kind bei der Besteuerung des Hauses, Steuer auf die Super Renten, usw.).

Zum Schluss noch etwas polemisch: Es ist gut, dass ein allgemeiner Aufschrei gegen das Maßnahmenpaket „Rettet Italien“ gewesen ist, in dem eine Sperre für die Berücksichtigung der niederen Renten fehlte. Wo aber waren die Personen, als die Regierung Berlusconi die Anpassung der Gehälter an die Inflation bis 2014 für alle öffentlich Bediensteten eingefroren hat, und dies auf für jene Bedienstete, die weniger als 1000,00 Euro verdienen?

Der Präsident
Gianluca Moggio

 

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